Tipps und Tricks für Hobbyfotografen

Tipps und Tricks für Hobbyfotografen und Einsteiger

Du bist Hobbyfotograf und möchtest durch ein paar einfache Methoden Deine Bildqualität verbessern, Deinen eigenen Stil finden und Deine Bilder interessanter gestalten? Durch diese Tipps erhältst Du Anregungen, um Dein Können zu fördern und Deine Bilder hochwertiger wirken zu lassen.

Hobbyfotograf – Tipp 1: Bildkomposition variieren

Besonders am Anfängen ist man als Hobbyfotograf mit vielen neuen Regeln konfrontiert, sei es die Kameraeinstellungen auf die jeweiligen Lichtverhältnisse abzustimmen oder Model und Objekte richtig in Szene zu setzen. Beim Koordinieren sollte jedoch auch darauf geachtet werden im Bereich Bildkomposition eine gewisse Variation mit einfließen zu lassen. So ist ein häufiger ‘Fehler’ beim Fotografieren Menschen und Objekte lediglich in der Bildmitte zu platzieren. ‘Fehler’ in diesem Sinne, dass dadurch weniger Dynamik und Spannung im Bild entsteht. Gerne wird auch bei Produktaufnahmen das Objekt im goldenen Schnitt platziert, um dieses gut in Szene zu setzen und das Bild interessant wirken zu lassen. Es lohnt sich demnach, während einem Shooting mit der Kamera und der Aufteilung des Bildes zu spielen. Variation bezieht sich hierbei nicht nur auf die Komposition, sondern auch auf den Wechsel von Hoch- und Queraufnahmen sowie der Wahl anderer Bildausschnitte, die ein Bild lebendig wirken lassen können. Quelle: Lisa Wittmann Photography (lisa-wittmann.com)

Hobbyfotograf – Tipp 2: Zeichnung in Tiefen und Lichtern

Ein wichtiger Tipp, um die Bildqualität zu verbessern und Zeichnung in Tiefen und Lichtern zu wahren, ist das Arbeiten mit einem Histogramm. Viele Kameras besitzen diese Funktion, die es ermöglicht die volle Kontrolle über ein Bild zu haben. Hiermit kann der Hobbyfotograf, professionelle Fotograf oder Einsteiger stets im Blick behalten, ob seine Tiefen und Lichter nicht „ausfressen“ – demnach das Histogramm in diesen Bereichen im Rahmen ausschlägt. Wie jedoch verhindere ich den Verlust von Zeichnung in meinen Tiefen und dunklen Bildpartien? Ein einfacher Trick ist hierbei das Aneignen einer Styroporplatte, die durch den richtigen Winkel das Sonnenlicht oder Blitzlicht auf die dunklen Bildpartien richtet. Wer jedoch gerne eine faltbare Möglichkeit wählen möchte, ist mit einem Aufheller gut bedient. Aus eigener Erfahrung kann ich hierbei Reflektoren empfehlen, die an einer Seite einen gold-silbernen Mix aufweisen. Da silberne Reflektor-Seiten eine sehr kühle Farbgebung erzielen sowie goldene Seiten eine sehr warme Stimmung, ist ein Mix beider Optionen ein guter Ausgleich eine natürlich- warme Farbgebung zu erreichen.

Wichtig ist es vor einem Shooting alle nötigen Einstellungen in der Kamera zu kontrollieren, sei es der Farbraum, die Fokuseinstellung oder das Dateiformat. Das JPG und RAW-Format beeinflussen die qualitative Weiterverarbeitung und gerade deswegen sollte genau darauf geachtet werden, für welchen Zweck die Fotografien später verwendet werden. Im Grunde genommen, ist das Fotografieren im RAW-Format (Rohformat) die beste Möglichkeit Bilder zu erhalten, die nach der Digitalisierung unverarbeitet auf das Speichermedium gelangen. Hierbei wird dem Fotografen die Möglichkeit offen gelassen, wie er im Nachhinein den Weißabgleich, die Scharfzeichnung und Farbtöne bestimmen möchte. Dies ist jedoch bei der Wahl des JPGFormats mit inbegriffen und wird automatisch und fest mit dem Format abgespeichert. Die Frage ist nun, warum man überhaupt das JPG-Format wählen sollte, da es zudem durch seine hohe Kompressionsrate Bildinformationen unwiderruflich eliminiert und demnach verlustbehaftet Bildanteile zerstört. Die Frage muss hierbei im Kontext der späteren Nutzung herangezogen werden.

Wer beispielsweise Bilder für eine Website erstellen möchte, die die Bilder lediglich sehr klein abbildet oder bei einem Familiengrillen bloß ein paar schöne Erinnerungen entstehen sollen und diese nicht weiter bearbeiten werden, so kann hierbei das JPG-Format eine akzeptable Wahl sein. Zudem ist dieses Format in seiner Dateigröße erheblich kleiner als das RAW-Format und kann auf einen längeren Zeitraum hin betrachtet einen wesentlichen Unterschied bei der Archivierung und der Anzahl der anzueignenden externen Festplatten bewirken.

Wer jedoch größere Ansprüche an seine Bild-Qualität hat, verlustfrei bearbeiten möchte (wie z.B. in der RAW-Konvertierung), sollte das „digitale Negativ” für sich wählen und den Kompromiss des höheren Datenvolumens tolerieren. Denn letztendlich sind Fotografien stetige Momentaufnahmen, die nur einmal eingefangen werden – wer hierbei das RAW-Format als Ausgangspunkt wählt, kann im Nachhinein immer noch entscheiden, ob eine Umwandlung in ein JPG-Format für ihn die bessere Alternative für ein Bild ist. So ist man mit diesem Format stets auf der sicheren Seite die bestmögliche Qualität eines Sensors ‘auszuschöpfen’, um dann im Nachhinein alle Entscheidungsfreiheiten offen zu lassen. So ist zusammenfassend zu sagen, dass die Nutzung und der Zweck von Bildern bedeutsam für die Wahl von JPG und RAW sind; jedes Format enthält positive wie auch negative Seiten, die es gilt abzuwägen, sodass eine effiziente Nutzung und Archivierung bei einem Hobbyfotograf oder Profi erfolgen kann.

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